Bikesaison 2009

Nach der längeren Verletzungspause im 2008 hatte ich gehofft, gestärkt in die Saison 2009 starten zu können. Leider verbrachte ich während der Wintermonate insgesamt einen ganzen Monat im Bett, weil mir eine Stirnhöhlenentzündung nie wirklich Ruhe liess. In der Folge blieben die guten Resultate vorerst aus und auch die Freude am Biken mochte nicht richtig aufkommen. Nachdem ich pünktlich zum Marathonsaisonauftakt in Mendrisio erneut krank geworden bin, folgte im Anschluss mit einem gelungenen Rennen am Blackforest Marathon in Kirchzarten ein erster Lichtblick, welcher mich hoffen liess. Danach folgten 4 platte Reifen in 4 Rennen, die meine Motivation erneut in den Keller zurückdrängten.
Zu Beginn der Sommerferien durfte ich wie bereits 2007 mit einem super Team die Stadt St.Gallen am Gigathlon repräsentieren. Leider kam ich am ersten Renntag vom richtigen Weg ab und verhinderte so eine bessere Platzierung unserer Mannschaft. Am nächsten Tag gings jedoch aufwärts, ich konnte ein gutes Rennen fahren und wir finishten schliesslich als 28stes von 901 Teams.
Genug gejammert, von nun an gings definitiv aufwärts!

  

Nachdem ich gestärkt von einer wunderschönen Trainings- und Campingferienwoche im Engadin zurückkehrte, erwartete mich eine Mail von Marcel Reiser vom Vaude Simplon Team, der noch auf der Suche nach einer Partnerin fürs Transschwarzwald Etappenrennen war: 7 Etappen, 550km und 14.800 Höhenmeter durch die Trails des Schwarzwaldes.Diese Chance nutzte ich und sagte zu.

 
Nun blieb mir nicht mehr viel Zeit für Nervosität und bereits einige Tage später standen wir an der Startlinie in Pforzheim. Nie hätte ich gedacht, dass wir bei der ersten Etappe gleich den 3.Rang herausfahren würden! Auf der zweiten Etappe durften wir uns sogar über Platz 2 freuen. Im Anschluss folgten rangmässig (und bei mir auch mental) ups and downs. Im Gesamtklassement lagen wir schlussendlich auf Rang 4.
Rückblickend war die Transschwarzwald ein geniales Erlebnis. Ich habe meine Grenzen einige Male aufgezeigt bekommen, konnte aber auch Selbstvertrauen, Motivation und viele Erfahrungen für die Zukunft gewinnen.
Und weils gerade so schön war, setzte ich der Transschwarzwald noch eine 8.Etappe an: Am Sonntag fand die Eiger Bike Challenge in Grindelwald statt. Mit schmerzenden Beinen und einem Gefühl wie im Delirium fuhr ich das Rennen zu Ende. Rang 13 war für mich an diesem Tag ein hart erkämpftes Topresultat.

Vom Etappenrennen hatte ich mich schnell und gut erholt und das Training machte mir richtig Freude. Als nächstes Rennen stand der Nationalpark Marathon in Scuol auf dem Programm. Von diesem Rennen hatte ich eigentlich etwas mehr als die Egalisierung meiner Zeit von 2007 erhofft. Ich tat mich jedoch sowohl in den Aufstiegen als auch in den Abfahrten schwer und musste schliesslich mit dem 4.Rang zufrieden sein.

Eine Woche später entschied ich mich spontan, am 10h- Bikerennen von Doren (Vorarlberg) teilzunehmen. Ich nahm mir vor, von Beginn weg mein Tempo zu fahren und die erste Toilettenpause so weit hinauszuschieben, bis ich sämtliche Konkurentinnen um mindestens eine Runde distanziert hätte. Obwohl ich schlussendlich 3 Toiletten- und eine Suppenpause einlegen musste, konnte ich das Rennen mit ingesamt 40 absolvierten Runden gewinnen. Dass dies auch bei den Männern für einen Top 10 Platz gereicht hätte, freute mich besonders.

Nun standen noch 2 Rennen der IXS Classics in der Innerschweiz bevor: Die o-tour in Alpnach beendete ich auf dem 2. Schlussrang. Beim Ironbike in Einsiedeln landete ich nach einem spannenden Rennen und einem knapp verlorenen Zielsprint auf dem 4ten Rang.

Nun wird das Bike für einige Zeit als Staubfänger im Einsatz stehen und ich mich dem Unihockey und Geräteturnen widmen. Vielen Dank an alle, die mich während dieser Saison unterstützt haben, besonders meinen Sponsoren Wheeler und Intercycle!


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