1.-4. Juli GIGATHLON

Nachdem wir im Rathaus der Stadt St.Gallen vom Stadtpräsident persönlich verabschiedet worden waren, machten wir 5 Sanggallerteams uns auf den Weg ins Wallis. Kaum war das Licht am Ende des Lötschbergtunnels erreicht, konnte man aus der Ferne bereits das Gigathlon Camp im Tal unten erkennen. Nachdem wir in Turtmann in die Gigathlonwelt eingecheckt hatten, nahmen wir die Kurven nach Leukerbad in Angriff, wo wir unsere Ferienwohnungen beziehen und anschliessend die Einfahrt der Single- und Couplegigathleten mitverfolgen konnten. Dabei lief es mir bereits ein erstes Mal sehr kalt den Rücken hinunter und ich schmiedete gleich schon Pläne für die Zukunft. Doch dieses Jahr war ich im Team of Five am Start und das war auch gut so, denn wegen meiner Antibiotikakur und der noch nicht ausgeheilten Stirnhöhlensache fühlte ich mich alles andere als fit. Doch wer schon mal am Gigathlon war, weiss, dass es nicht nur die erbrachten Leistungen, sondern vor allem die die vielen emotionalen Momente inmitten von Sportbegeisterten sind, die jeden Gigathlon zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Und darauf freute ich mich unheimlich.
Am Samstagmorgen startete ich für unser Team St. Gallen 4 auf die 33km lange, flache Inlineetappe. Die Strecke hatte einige Tücken zu bieten: von Wurzeln aufgebrochener Asphalt sowie enge Passagen machten die Sache gerade in grösseren Gruppen ziemlich unübersichtlich. Das Rennen lief mir jedoch recht gut, ich fuhr die meiste Zeit in einer Gruppe von etwa 50 Skatern. Dies erforderte zwar eine aufmerksame und konzentrierte Fahrweise, aber ich musste nie ans Limit gehen, und konnte so die wenigen Kräfte die ich hatte, gut einteilen. Froh darüber, dass ich die Strecke unfallfrei und zügig geschafft hatte, übergab ich an unseren Rennradfahrer Norbert. Nachdem auch unsere Schwimmerin Vanja, Runner Kevin und Biker Ronny ihr Bestes gegeben hatten, konnten wir uns am ersten Tag über einen Rang in den Top 100 freuen.
In der Nacht auf Sonntag schlief ich gerade mal 2 Stunden, denn die Ungewissheit, wie ich mit der Bergetappe vom Sonntag zurecht kommen würde, liess mir keine Ruhe. Im Vorfeld wurde mir gesagt, dass ich die mangelnden Kräfte vor allem am zweiten Tag spüren werde, doch weils am ersten Tag ja gut lief, hatte ich doch noch Hoffnung, dass es besser kommen würde, als ich vermutete. Ich startete, als ob ich nichts zu verlieren hätte, merkte aber bald, dass ich weder in den Armen noch in den Beinen Kraft hatte. Mir war während des ganzen Aufstiegs schlecht und der Rücken schmerzte, und so konnte ich nicht mal dem Team zuliebe über mich hinauswachsen. Oben im Ziel wars mir dann kurze Zeit einfach nur zum Heulen zumute, weil ich über meine Leistung enttäuscht war und mir das Team leid tat. Aber dieses meisterte die kommenden Strecken super und so konnten wir uns am Abend doch noch über einen guten Rang freuen. Den Gigathlonabend liessen wir dann noch gemütlich im Festzelt ausklingen, bevor wir uns am Montag gemeinsam auf den Rückweg in die Ostschweiz machten und die Gigathlonpläne nun wieder ein Jahr Zeit zum Wachsen haben.
Ein mega herzliches Danke an alle St.Galler Gigas und das Massageteam! Ihr wart super!


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19.6.2010 Black Forest Ultra Bike Marathon Kirchzarten DE

Zum zweiten Mal nach 2006 entschied ich mich, beim Black Forest Marathon auf der Ultrastrecke über 117km und 3100hm zu starten. Erfolgreich endete die Sache nicht, dafür abenteuerlich:
Gestartet wurde kurz nach halb Acht im Zentrum von Kirchzarten. Den ersten 800hm Anstieg nahm ich gemütlich in Angriff, weil ich nicht schneller konnte, aber davon liess ich mich vorerst nicht beunruhigen, denn das Rennen würde noch lange dauern. Als ich die erste Anhöhe erreicht hatte, begann es auch schon zu regnen, und ein bitterkalter Wind rächte sich an allen im kurzen Trikot Startenden für ihren Optimismus. Glücklicherweise hatte ich Armlinge dabei, aber so richtig warm wurde es dennoch nicht. Kurz nachdem ich den Touristenort Titisee passiert hatte, begann es so richtig heftig zu regnen, und aus den Riesentropfen wurden bald Hagelkörner, sodass die sattgrünen Schwarzwaldwiesen für kurze Zeit ein winterliches Weiss auf sich trugen. Langsam begann mir die Sache Spass zu machen, die extremen Bedingungen motivierten mich. Das einzige was im Moment störte, war, dass ich viel zu viel Luft in meinen Rädern hatte, und so stieg ich ab, um ein bisschen Luft herauszulassen. Leider liess ich gleich alle Luft aus dem Vorderrad, weil ich mit den gefühllosen Fingern gleich den ganzen Ventilkopf abgerissen hatte. Mit Hilfe eines Streckenpostens wollte ich den platten Reifen reparieren, doch wir schafften es nicht, weil der Pneu zu straff und die Finger zu kalt waren. Freundlicherweise bot mir eine andere Fahrerin an, das Rennen mit ihrem Vorderrad fortzusetzen, weil sie an dieser Stelle das Rennen unterkühlt aufgeben musste. Das Rad passte perfekt und so durfte ich mich endlich wieder bewegen, eine Wohltat bei der nicht gerade sommerlichen Temperatur von 4 Grad.
Nun kam ich langsam immer besser in Fahrt, konnte einige Ränge gutmachen und fühlte mich dank der Bouillon, welche ich am letzten Verpflegungsposten aufgefüllt hatte, auch wieder etwas wärmer. Etwas mehr als 5 Rennstunden waren vorbei und das Höhenprofil wurde allmählich flacher, als wegen des Drecks meine Kette verklemmte und den Wechsler irgendwie verdrehte. Als die Kette wieder drin war und ich weiterfahren wollte, brach mir der Wechsler ganz ab. Somit war ich am Ende des Rennens aber leider noch nicht im Ziel. Ich lief zum nächsten Ort, wo Posten der Bergwacht stationiert waren. Diese telefonierten sogleich dem Shuttlefahrzeug, welches aber derart ausgelastet war, dass es einige Zeit dauerte, bis es in der Nähe eintraf. Während dieser Zeit klapperten mir das erste Mal so richtig die Zähne und trotz guter körpereigener Isolation zitterten sogar meine Arme und Beine. Ich fror derart fest, dass ich sogar ein auf dem Feuer brutzelndes Schnitzelbrot ablehnte. Nach etwa eineinhalb Stunden kam dann das Telefon, dass der Shuttle auf dem Weg sei und kurze Zeit später durfte ich im “Opferbus“ Platz nehmen. Damit ich mich nicht zu sehr von den anderen Insassen unterschied, wurde ich in eine fette Wolldecke gehüllt, nur zu gerne hätte ich davon ein Foto gemacht. Kurze (gefühlte lange) Zeit später war ich zurück in Kirchzarten, wo ich gerade noch die Siegerehrungen miterleben konnte.
Was bleibt vom Rennen ist ein Bike ohne Wechsler, ein Vorderrad, das noch irgendwo in Deutschland ist, eine Stirnhöhlenentzündung mit Schnupfen und Halsschmerzen und ein Zeckenbiss mit neun auferlegten Antibiotikatagen. Ich liebe es, wenn sich Aufwand und Ertrag bei einem Rennen dermassen die Waage halten!
Herzlichen Dank an meine Eltern fürs Verpflegen, Äläx fürs coole Wochenende, Ann-Katrin fürs Vorderrad, der Bergwacht für die tolle Betreuung und Fam. Wangler für die wie immer supergute und supergünstige Unterkunft auf dem Haldenmichelhof in Breitnau.



1.6. Zurück von der Veloschulreise

Während der 3 Unterrichtstagen vor Auffahrt haben mein Jobsharingpartner und ich unsere Klasse mal nicht mit Sprachen und Mathe gequält, sondern auf zwei Rädern getrimmt. Auf dem Fahrrad gings via Sargans-Walenstadt-Weesen-Wurmsbach nach Rapperswil. Als Nachtlager dienten uns ein Schulzimmer und ein Bauernhof, und nebst schweisstreibender Tretarbeit gabs mit Besuchen im Schloss Sargans, im Zoo Rapperswil oder Baden im Walen- und Zürichsee auch ein wenig Anschauungsunterricht. Die Auffahrtstage haben wir uns jetzt also total verdient, die Schüler/innen zur Erholung, und ich zum Trainieren : )


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28.5. Bike Marathon Obermarchtal DE

Kloster Obermarchtal

Kloster Obermarchtal

Nach dem letzten Pannenwochenende war es heute mein Ziel, das Rennen ohne technische Probleme beenden zu können. Dies gelang zum Glück und einen Podestplatz gabs gleich auch noch dazu: Punkt 12 Uhr fiel der Startschuss für die Langdistanz auf dem Klosterplatz von Obermarchtal. Auf dem Programm standen heute 79km und 1350hm auf einer Strecke, die landschaftlich sehr abwechslungsreich war, aber an die Technik keine Ansprüche stellte. Ich fühlte mich während des ganzen Rennens super, konnte ein gutes Tempo fahren, hatte aber nie eine Chance, an die führende Gabi Stanger heran zu kommen. Aber auch von hinten wurde ich nie arg verfolgt und so konnte ich nach 3 Rennstunden als zweite durchs Ziel fahren. Ein motivierendes Resultat für den Kopf, auch wenn an diesem eher unbekannten Rennen die Topfahrerinnen fehlten.

Bild: http://www.holzhey-orgel-obermarchtal.de/uploads/pics/000_Luftaufnahme_von_Westen.jpg



23.5 Der Wille wäre da gewesen...

Für heute hatte ich eigentlich das erste richtige Bergtraining mit den Inlineskates geplant. Irgend ein Hügel sollte es sein, Furkajoch, Chur-Arosa oder St. Gallen-Schwägalp. Der Gigathlon rückt immer näher und am Gigathlonsonntag steht eine Bergetappe (Turtmann-Leukerbad mit 750hm) auf dem Programm. Die Strecke darf mit Hilfe von Stöcken absolviert werden, und dies würde ich gerne noch etwas trainieren. Ist ja nicht gerade alltäglich, mit Inlineskates und Stöcken Berge hinauf zu fahren...

Leider wurde heute noch nichts daraus, mein Bein ist von einem Sturz beim Downhillen vor 2 Wochen immer noch ein bisschen geschwollen und schmerzt in den Inlineskates noch zu fest. Für heute gabs nochmals ein Training auf dem Bike, in den nächsten Wochen gelten aber dann keine Ausreden mehr, Bergtrainings gibts nur noch mit Inlineskates und Stöcken. Trainingspartner/innen gesucht!


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22.5 Ein Wochenende im Schwarzwald

Am frühen Samstagmorgen machte ich mich auf den Weg nach Bad Wildbad im Schwarzwald, wo am Sonntag Austragungsort des Ketterer Bike Marathon sein sollte.
In Wildbad war ich das letzte Mal vor 2 Jahren anlässlich des Trans Schwarzwald Etappenrennens, bereits damals beeindruckten mich Landschaft und Leute, und ich freute mich, dort das erste Rennen der Saison zu bestreiten.
Nach der Streckenbesichtigung am Samstag hängte ich gleich noch eine Biketour an und fühlte mich danach schon ein bisschen müde, sodass ich nicht wusste, wie es um meine Kräfte für den Sonntag stand. Unentschlossen, ob ich auf der Mittel (2 Runden) oder Langdistanz (3 Runden) starten sollte, stand ich dann auch vor der Startnummernausgabe. Hätte ich gewusst, dass mir am Sonntag nicht mal eine Runde vergönnt sein sollte, wäre mir einiges an Gedankenkrieg erspart geblieben:
Um 11 Uhr erfolgt der Start über die Mitteldistanz und das Fahrerfeld wurde zuerst auf eine meiner Meinung nach etwas unglücklich angelegte Startloop geschickt, bei der bereits nach wenigen Minuten in Einerkolonne gefahren werden musste, da Überholen unmöglich war. Anschliessend passierten wir das Start- und Zielgelände und wurden auf die Runden entlassen. Im ersten langen Anstieg fand ich immer besser ins Rennen und konnte danach auf den für den Schwarzwald typischen flachen Schotterwegen einige Fahrer/innen ein- und überholen. Kopf- und Beine wollten heute Rennen fahren, ein willkommenes Gefühl, das ich schon lange nicht mehr hatte. Etwas übermütig fuhr ich dann in die erste Trailabfahrt hinein und dies wurde mir auch sogleich zum Verhängnis, bei meinem Hinterrad war die Luft draussen. Als ich zur Reparatur ansetzen wollte, musste ich feststellen, dass ich erstens einen Schlauch mit einem unpassenden Ventil dabei hatte und zweitens auch bei meinem Vorderrad die Luft draussen war. Ich wusste nicht recht, ob ich darüber lachen oder weinen sollte und machte mich auf die Suche nach Ersatzschläuchen und Leuten mit Pumpe, damit ich nicht zu Fuss durchs Labyrinth Schwarzwald nach Wildbad zurück laufen musste. Enttäuscht darüber, dass das Rennen nach weniger als einer Stunde für mich zu Ende war und zugleich froh, dass ich immerhin am Samstag ein paar Schwarzwaldtrails unter die Räder nehmen konnte, machte ich mich auf den Heimweg. Die Rennmotivation hat mich auf jeden Fall wieder, oder ich sie, vielleicht gibt’s doch noch ein paar Rennen mehr in dieser Saison…


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Folterflitzer

In der Hoffnung, dann endlich keine Blasen mehr zu bekommen, verabschiedete ich mich vor Kurzem von meinen antiken Inlineskates. Ich kaufte mir solche knapp bis zu den Knöcheln reichende Carbonschuhe, die von der Seite her betrachtet aussehen wie ein Haifisch im Angriff und auch dem entsprechend schnell rollen.

Von meiner Hoffnung, die Füsse werden von nun an nie mehr schmerzen, musste ich mich aber sogleich wieder verabschieden: Zu den üblichen Blasen kommen nun auch noch geschwollene Knöchel hinzu. Das sei am Anfang ganz normal- und bei meinen Plattfüssen auch kaum zu vermeiden.

Beste Voraussetzungen also für eine Rekordzeit am Gigathlon: Möglichst schnell raus aus diesen Folterkammern!



April 2011: Frühlingstouren


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